Video Doodle zum 79. Geburtstag des Autokinos

6. Juni 2012

Google Video Doodle zum 79. Geburtstag des 1. Autokinos

Video Doodle zum 79. Geburtstag vom 1. Autokino

Mit dem heutigen Video Doodle erinnert Google an die Eröffnung des 1. Autokinos heute vor 79. Jahren am 06. Juni 1933 in Camden, New Jersey. Dort eröffnete Richard Hollingshead Jr. das weltweit erste Autokino. Man vermutet heute, dass das Autokino eine Erfindung unserer Zeit ist, doch die Geschichte des Autokinos reicht tatsächlich viel weiter zurück.
Interessant an dem folgenden Video ist, dass bei ca. Sekunde 16 ganz klar eine Android-Figur im Bastrock auf dem Armaturenbrett zu sehen ist.


Es gibt sogar einen Gedichtband mit dem Titel Autokino: Gedichte, den ich euch nicht vorenthalten möchte:
Autokino: Gedichte Autokino: Gedichte
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Beschreibung

Im Autokino ist jeder mit sich selbst allein. Wenn das Licht der Wagenscheinwerfer erlischt und der Vorspann läuft, ist jeder Betrachter in seiner Blechmonade vom anderen getrennt: Ähnliche Bilder vom bewegten Stillstand der menschlichen Existenz werden dem 34-jährigen Münchner Lyriker Albert Ostermaier durch den Kopf gegangen sein, als er seiner Gedichtsammlung den Titel Autokino gab -- neben dem Debütband Herz Vers Sagen und Heartcore Ostermaiers bisher bestes Buch. "Ein gedicht beginnt in der lobby / eines hotels und endet mit einer / wimper auf einem kotflügel" heißt es da: "manchmal ist das leben ein / kleiner billiger film den du / nicht mehr nachsynchronisieren / musst". Was aber läuft in Ostermaiers Autokino? Da gibt es melancholische Splatter Movies mit Orpheus als Titelheld in Großaufnahme, lange Kamerafahrten über die Leinwände von Körpern und Betttüchern oder Liebesfilme ohne Happy End, von Menschen, die einsam nebeneinander liegen. Und Road Movies, immer wieder Road Movies und Impressionen von den Rastplätzen, Drive-in-Lokalen und Einbahnstraßen des Lebens, auf denen die Menschen nur mehr als "verirrte satelliten", Fundstücke oder als Spuren vorhanden sind: "die staubspur des fingers auf / dem boden die wärme des anderen / kissens der abdruck eines gesichts / auf dem laken die falten die bleiben". Noch trauriger klingt das alles auf der beigelegten CD, auf der der Autor einen Teil seiner Texte zu den verlorenen Gitarrenklängen Bert Wredes selber spricht. Bei der Lektüre denkt man immer wieder, Ostermaiers fulminantes Autokino müsse in Amerika liegen, irgendwo abgeschieden in einer unendlichen, nirgends fassbaren Landschaft: jener Landschaft voller Hotel- und Barexistenzen, die uns Edward Hopper in seinen Bildern oder Robert Altmann, die Gebrüder Coen und Quentin Tarentino in ihren Filmen überliefert haben. Aber dann ist vom Rhein die Rede und man merkt, dass der Lyrikband mitten in Deutschland spielt. Aber eigentlich geht es in Ostermaiers Gedichten immer wieder nur um den Film im Niemandsland in unseren Köpfen, bei dessen Betrachtung man noch einsamer als im Autokino ist. --Thomas Köster

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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen filmbeginn, 17. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Autokino: Gedichte (Gebundene Ausgabe)
Die Texte in diesem Band spielen sich ein zwischen Konkretheit und der Überwindung von Konkretheit, keine exorbitanten Exkursionen in die Ethymologie der deutschen Sprache sind zu erwarten, sondern Bewegungen, die heute beginnen, aber nicht notwendigerweise auch enden müssen. Viele Texte sind geprägt von assoziativer Vielfalt in der Weiterentwicklung kultureller Schablonen, andere bleiben selbstbewusst hermetisch, ohne an Spannung zu verlieren. Ein eigenständiger und ungewöhnlicher Stil für mich, definitv eine Bereichererung meiner lyrischen Sammlung, für mich auch der bisher beste Band Ostermaiers.
Im Vergleich zur Heartcore-CD sind die Klangelemente auf der begleitenden CD zurückgefahren, eher minimale E-Gitarrenklänge begleiten die eher klassische Lesung einer Textauswahl, wobei die Musik den Charakter der Texte nicht verstellt.
Mein Anlese- oder Anspieltipp: seppuku.
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