Puschkin Museum 100. Geburtstag

31. Mai 2012

Puschkin Museum 100. Geburtstag - Google Doodle vom 31.05.2012

Google Doodle zum 100. Geburtstag des Puschkin Museums

Google erinnert heute mit einem Doodle an den 100. Geburtstag des Puschkin Museums. Das Puschkin Museum, bis 1937 auch "Museum der schönen Künste" genannt, wurde am 31. Mai 1912 nach 14jähriger Bauzeit eröffnet. Es wurde nach dem russischen Nationaldichter Alexander Sergejewitsch Puschkin benannt und ist wohl die bedeutendste Kunstsammlung Russlands. Die Sammlung bestand anfangs aus Gipsabdrücken berühmter Skulpturen der westlichen Kunst aus Mittelalter und Renaissance, wurde aber durch  eine ansehnliche Sammlung altägyptischer Originale ergänzt, sowie 12 frühe italienische Gemälde.

Puschkin Museum MoskauDanach folgten weitere Kunstgegenstände aus der Eremitage und durch zahlreiche Stiftungen verschiedener Kunstsammler. Durch Enteignungen nach der Oktoberrevolution wuchs dann der Bestand rasch an. So wurden z.B. die Gemälde der westeuropäischen Schulen aus dem Rumjanzew-Museum und der Tretjakow-Galerie übernommen. Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude stark beschädigt, doch bereits ab 1944 wiederaufgebaut.

Im folgenden wurde der Sammlung auch zahlreiche Stücke aus deutschen und anderen europäischen Sammlungen hinzugefügt, der sogenannten Beutekunst. Über diese wird teilweise noch heute gestritten. 1948 wurde entschieden, die Bestände des „Museums der Neuen Westeuropäischen Kunst“ auf das Puschkin-Museum und die Eremitage aufzuteilen und so erhöhte sich die Anzahl der Kunstwerke noch einmal bedeutend, vor allem die Sammlung  von Werken des französischen Impressionismus, die sehr bekannt ist.

Auch der Schatz des Priamos, Heinrich Schliemanns Fundstücke aus dem alten Troja, wird im Puschkin Museum seit 1966 ausgestellt.

Der Schatz des Priamos: Wie Heinrich Schliemann sein Troja erfand Der Schatz des Priamos: Wie Heinrich Schliemann sein Troja erfand
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Beschreibung

Über ein halbes Jahrhundert war der Schatz des Priamos verschwunden und wurde oft schon als verloren angesehen. Dieser legendäre Schatz und das äußerst interessante Leben des Troja-Ausgräbers Heinrich Schliemann sind die Hauptmotive des Buches von Philipp Vandenberg. Er stößt dabei das traditionelle Schliemann-Bild vom Sockel und zeigt einen Menschen, der ganze Passagen seiner Lebensgeschichte einfach frei erfunden hat. Heinrich Schliemann hat mehr als 60.000 Briefe, 18 Tagebücher und 10 Bücher, darunter eine Selbstbiografie hinterlassen. Keine leichte Aufgabe für einen Biografen, hier die Spreu vom Weizen zu trennen. Vandenberg weist jedoch schlüssig nach, dass Heinrich Schliemann in seiner Korrespondenz vor allem sich selbst darstellte und seine Briefe damals schon im Hinblick auf eine spätere Veröffentlichung angelegt hat. Er zeichnet den nur 157 cm kleinen Schliemann als einen Mann, der von einer Idee besessen war und hierfür wahrhaftig Berge versetzte. Ein Workaholic, der zehn Leben zu leben versuchte, aber immer ein Sonderling und Einzelgänger blieb. Interessant bei der Lektüre ist, dass der Autor den Außenseiter Schliemann in einem Spannungsbogen zwischen höchster Bewunderung und tiefster Verachtung schildert, zum Genuss des Lesers. --Manuela Haselberger

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