Alan Turing 100. Geburtstag

22. Juni 2012

Alan Turing 100. Geburtstag - Google Doodle vom 23.06.2012

Google Doodle zum 100. Geburtstag von Alan Turing

Google erinnert mit dem heutigen Doodle an den 100. Geburtstag des britischen Logiker, Mathematiker und Kryptoanalytiker Alan Turing.

Alan TuringAlan Turing, der gemeinhin als Vater der programmierbaren Rechenmaschine gilt, hat die theoretische Basis für universelle Rechenmaschinen entwickelt sowie die Idee der künstlichen Intelligenz. Für viele gilt er als Entwickler des Computers, zumindest in der Theorie. Dies ist umso erstaunlicher, da er recht wenig publiziert hat und das meiste davon für viele Menschen unverständlich ist. Alan Turing wurde am 23. Juni 1912 in London geboren und zeigte schon als Kind ein erstaunliches mathematisches Talent. In Cambridge studierte er am King´s College von 1931 bis 1934 Mathematik und veröffentlichte bereits 1936 eine abstrakte Beschreibung zur Lösung mathematischer Probleme, die ihn berühmt machte: On Computable Numbers with an Application to the Entscheidungsproblem. Das Entscheidungsproblem war seinerzeit eine Grundsatzfrage der Mathematik. Dabei ging es darum, ob sich mit einem Algorithmus automatisch herausfinden lässt, dass eine mathematische Aussage in bestimmtem Rahmen falsch oder richtig ist. Turing ersann dafür, als Gedankenexperiment, eine Maschine mit Papiersteifen als Speichermedium, eine Art mechanisierten Rechenkünstler: die sogenannte Turing-Maschine. Dieses Berechenbarkeitsmodell ist eine der Grundlagen der theoretischen Informatik.
Ein tatsächlicher Nachbau dieser sogenannten Turing-Maschine ist in dem folgenden Video zu sehen:

Während des Zweiten Weltkriegs war Turing einer der herausragenden Wissenschaftler bei den erfolgreichen Versuchen in Bletchley Park, verschlüsselte deutsche Funksprüche zu entziffern. Er steuerte einige mathematische Modelle bei, um sowohl die Enigma- als auch Fish-Verschlüsselungen zu dechiffrieren.

Er brachte tiefgehende Fragen auf, die (zum Teil) noch immer ungelöst sind.
Quelle: John Reinitz / University of chicago

Alan Turing Alan Turing
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Beschreibung

Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek bei Hamburg, 1998. 200 Seiten, kartoniert (Name auf Titel) - Gutes Exemplar -

Bewertungen

Kundenrezensionen
Durchschnittliche Kundenbewertung

1.0 von 5 Sternen Schade...Ziel verfehlt, 1. Juli 2018
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Alan Turing (Taschenbuch)
Sorry, aber dieses Buch geht gar nicht. Mein eigener Fehler war, hier eine Biographie zu erwarten, obwohl es eindeutig als Erzählung gekennzeichnet ist.
Aber auch als Erzählung taugt es nicht viel.
Eine Geschichte aus B.P. hätte man auch interessanter schreiben können und nicht permanent den Leser mit überkanditelten Mono- oder Dialogen einzuschläfern. Wenn es mangels Hintergrundinfos nicht zu einer Biographie reicht, dann hätte ich mir wenigstens eine kurzweilige Geschichte erwartet. Schade, Chance vertan...

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mal etwas anderes, 26. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Alan Turing (Taschenbuch)
der etwas andere 2. Weltkrieg, jetzt gerade interessant, nachdem die Geheimdienste so in den Fokus gerückt sind. hier erlebt man dies an vorderster front. hochhuth schreibt einfühlsam, manchmal etwas schwierig, wenn man seine Materie nicht so ganz kennt. Turings Schicksal ist auch ein Fingerzeig an all die homophoben dieser Welt. vielleicht sollte man auch die mal einer chemischen Kastration unterziehen.

5.0 von 5 Sternen Ein Genie mit tragischem Leben, 20. Mai 2018
Von 
Michaela Jung (Mainz, Rheinland-Pfalz, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Alan Turing (Taschenbuch)
Ich kannte die Turing Maschine, aber ich wusste nichts über den Menschen, der sie entwickelt hat, bis ich dieses Buch entdeckt habe. Eingewoben in die geschichtlichen Ereignisse rund um den 2.Weltkrieg, erzählt Hochhuth die Geschichte des Mannes, der schon in den 1940er Jahren von sich selbst verbessernenden Maschinen philosophiert. Ein brillianter Mathematiker, der schon mit 9 Jahren Flugbahnen von Bienen berechnet aber gleichzeitig sozial ausgegrenzt ist, weil er homosexuell ist und eher mit Zahlen als mit Menschen umgehen kann. Seine Leistungen wurden lange nicht angemessen gewürdigt und daran will die in seinen Diensten stehende Sekretärin etwas ändern, die kurz vor ihrem Tod ihre Aufzeichnungen zur Veröffentlichung weitergibt. Ihre Aufzeichnungen lassen uns teilhaben am Leben von Turing, an seiner Gefühlswelt und der Tragik seines Lebens.

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1952 wurde Alan Turing wegen seiner Homosexualität zu einer menschenunwürdigen, einjährigen Hormonbehandlung mit Östrogen verurteilt. Ein Jahr nach Ende der Behandlung, am 7. Juni 1954, beging er offensichtlich Selbstmord mit einem vergifteten Apfel.
Der britische Premierminister Gordon Brown bedauerte die Verfolgung Turings im Jahr 2009 mit den Worten: "We're sorry. You deserved so much better." – "Es tut uns leid. Du hättest so viel Besseres verdient." Der Dank, der Turing gebühre, mache seine unmenschliche Behandlung umso schrecklicher.
Das schreiben andere zum Alan Turing-Doodle:

 

Herzlichen Glückwunsch Alan Turing!

{ 1 Kommentar… lies ihn unten oder füge einen hinzu }

David Juni 24, 2012

Schade ist auch, dass die britische Regierung in ihrer Entschuldigung 2009 fast nur auf Turings Arbeit im 2. Weltkrieg eingegangen ist. Dabei gebührt ihm viel mehr Respekt für seine Arbeiten auf dem Gebiet der theoretischen Informatik!

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